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Noch atmet die Erde
Paul Konrad Kurz

Noch atmet die Erde

Gedichte
Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer · 1. Auflage 1987 · 143 Seiten, kartoniert
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Beschreibung

Gedichte aus vier Jahrzehnten: Erfahrungen, Erkundungen, Suchbewegungen und Stellungnahmen in Versen; Einkreisungen auch des undeutlichen Ich und Weiterungen, Gespräche in mehreren Richtungen. Die Gliederung dieser Gedicht-Auswahl zeigt Themengruppen, die sich mit den Jahren kristallisierten, fortsetzten. Manchen Menschen erscheinen geistliche Verse suspekt, manchen geistlichen Menschen weltliche Verse. Der Autor wählt nur bedingt Thema und Ton. Jeder Weg der Wahrnehmung ist auch ein Weg der Sprache. Gedichte wollen erkennen.Hörend und lesend begegnen sich im Gedicht Gleichgesinnte. Manchmal gelingt dem Provozierten die Provokation. Sie sprengt Einverständnisse. Sie öffnet Grenzen. Sie zieht den Festgefahrenen ins Offene. - Gedichte antworten. Gedichte atmen. Gedichte denunzieren den falschen Anspruch. Gedichte suchen die Botschaft der Wesen. Sie verringern um ein weniges unsere Fremde: Silben eines unendlichen Gesprächs. Aus dem Inhalt Die Worte, die ich spreche I Geboren werden II Noch atmet die Erde III Katastrophenberichte statistisch IV Von Tranquilizern keine Spur V Pyrmonter Osterglossen VI Du Minderheit von Anbeginn VII Wer ist dein Gott VIII Die Liebe ist ein Hemd aus Feuer Pyrmonter Gesang IX Griechisches Licht Ich suche das Wort Nachbemerkung Wer ist dein Gott? Wer ist dein Gott? - Weiß ich es, wie? Wer ist dein Gott? Einer, der schrie. Wer ist dein Gott? Macht Er dich frei? Eins und drei. Drei ineins. Ist Er gleich Sie, hat Bauch und Mund? Nicht Sie, nicht Er, nicht hat, nicht und. 1983 DER ERDE HAUCHTE Ufer Flüsse aus der Wüste mit sanfter Stimme Mann und Frau nicht mit ausgestrecktem Finger mehr als ein Freund ein Maler den Garten zeigte im morgengeröteten Tal den unbegreifbar grünen BAUM DER UNTER BÄUMEN SCHLIEF mit Wüstenaugen den Himmel Vater nannte und später mit dem Lendentuch ins Wasser stieg das Lamm am See der Fisch der allgemeine Hungerbruder zu greifen GREIFBAR DER TAUBENFÜSSIG WIEDERKEHRTE nach dem Schädelschrei Der aus dem Wüstenwind den Horchern die alten Worte in die Ohren träufelt lichtweiß in Augen flutet lahme Zungen als Saitner rührt und Baum und Fisch und Wort und Lamm sich Windgefährten GRIFFEN Für Roland Litzenburger ICH SEH im Frühling Tulpen blühn im Sommer rote Rosen am Herbstahorn die Blätter glühn eh, scheidend, sie im Nebel rosten Ich seh ein weißes Feld im Winter gedehnt bis hin zum Wald Drauf kann ER kommen dem s gefällt ewig DU in Wind-Gestalt 1986

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