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Wirtschaftsimperium Kirche
Friedhelm Schwarz

Wirtschaftsimperium Kirche

Der mächtigste Konzern Deutschlands
Campus Verlag, Frankfurt / New York · 1. Auflage 2005 · 220 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 21,5 cm
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Beschreibung

Ein Jahresumsatz höher als der von Telekom, Post und Bahn zusammen, die Zahl der Mitarbeiter dreimal so groß wie bei Siemens weltweit, dazu das Privileg der Steuerfreiheit – dieses Buch nimmt die Kirche kritisch, aber sachlich unter die Lupe. Die Kirche ist ein professionell geführter, keinerlei öffentlicher Kontrolle unterliegender Konzern. Seine wirtschaftlichen Interessen drängen den Gemeinsinn oftmals in den Hintergrund. Wird Macht und Machterhalt für die Kirche zum Selbstzweck? Friedhelm Schwarz liefert eine aktuelle Bestandsaufnahme der Wirtschaftsmacht Kirche und fragt nach ihren Chancen, den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland produktiv zu begleiten. Aus dem Vorwort Die Kirche stand auch 2004 eindeutig nicht im Zentrum des öffentlichen Interesses. Obgleich kaum ein anderes Unternehmen so viele Informationen über sich selbst und seine Anliegen publiziert wie die Kirche, werden ihre Botschaften kaum wahrgenommen. Damit setzt sich ein schon seit Jahren anhaltender Trend weiter fort. [...] Die Kirche als Arbeitgeber und Wirtschaftsunternehmen hätte es durchaus verdient, dass sich die Öffentlichkeit mehr für sie interessiert. Ansatzpunkte gäbe es genug. Während große Konzerne sich mit Fragen der Corporate Governance herumschlagen müssen, die Gehälter und das ethische Verhalten ihrer Manager auf den Prüfstand gestellt werden und sie sich für den Abbau von Arbeitsplätzen, sinkende Löhne und steigende Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter zu rechtfertigen haben, kann sich die Kirche in diesem Bereich immer noch geschickt aus dem Schussfeld der öffentlichen Meinung manövrieren – oft durch bloßes Nichtstun. Inhaltsverzeichnis Vorwort - Kein öffentliches Interesse am mächtigsten Konzern Deutschlands? 9 Wirtschaftsfaktor Kirche - Es ist mehr drin, als man denkt 12 Der unscheinbare Riese - Die Organisationsform verhindert Transparenz 15 Die Kirche in der vernetzten Gesellschaft 21 Kirche, Staat und Steuern - Privilegien ohne Ende 28 Wie finanziert sich die Kirche? 29 Wenn Begriffe Fakten verschleiern - Was sind Subventionen? 38 Uralte Verträge sichern stetige Einnahmen 41 Die Kirche und ihre Macht 47 Kirchenausgaben - Konzern ohne Kontrolle 52 Keine Kontrolle der finanziellen Entwicklung 53 Keine Transparenz bei den Ausgaben 55 Prioritäten fehlen 59 Drastische Sanierungspläne 61 Die Macht der Synoden 66 Kirche und Kapital - Die "heimlichen Gewinner" 68 Die Kirche und ihre Banken 69 Die Kirche geht auf Nummer Sicher 77 Die Kirche und die Medien 79 Die Kirche, der Handel und frische Ideen 81 Kirche und Management - Dem Volk so nah und doch so fern 84 Die Kirche als Nonprofit-Konzern 85 Wie die Kirchen ihr eigenes wirtschaftliches Handeln sehen 87 Wirtschaftlicher Erfolg ist nicht erwünscht - Das Beispiel Kloster Andechs 88 Anpassung als Managementtugend 92 Kirche als Transfer- und Dienstleistungskonzern 94 Kirche als System 95 Kirche und Krise 98 Die Kirche und McKinsey 101 Das Netzwerk zwischen Kirche und Wirtschaft 108 Es sind die Menschen, die das Netzwerk prägen - Das Beispiel des Herrn Agustinus 116 Kirche und Marketing - Nächstenliebe im Sonderangebot 122 Marktforschung der evangelischen Kirche 123 Die Kunden der Kirche 126 Fundraising - Die professionelle Form des Spendensammelns 129 Merchandising - Schöne Dinge für einen guten Zweck 136 Anspruchsvolle Werbung erweckt Aufmerksamkeit 138 Kraft zum Leben - Unerwünschte Werbung für das Christsein 139 Weltjugendtag 2005 - Das pontifikale Woodstock lässt sich die Kirche etwas kosten 143 Die Kirche und ihre Medien 145 Kirche und soziale Dienste - Leistungen nur gegen Bares 151 Wo es unbequem ist, hält die Kirche dem Staat den Rücken frei 153 Die Altenpflege hält mit der demografischen Entwicklung nicht Schritt 157 Milliardenmarkt Altenpflege 161 Krankenhäuser kämpfen ums Überleben 165 Soziale Dienste - Quo vadis? 169 Kirche und Mitarbeiter - Ein spannungsreiches Verhältnis 176 Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? 176 Christliche Gewerkschaften und kirchliche Arbeitnehmerorganisationen 181 Zukunft Arbeitsplatz Kirche? 189 Kirche und Gesellschaft - Den gesellschaftlichen Wandel begleiten 204 Agenda 2010 - Kritik und Lob 205 Rupert Lay - Braucht die Gesellschaft die heutige Kirche? 208 Kirche von unten - Eine Art "Attac" für Christen 213 Nachwort 218 Anhang: Wirtschafts- und Sozialwort "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit" 219 Literaturverzeichnis 229
Schlagwörter: Kirche und Gesellschaft

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